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Digitaler Knaféabend
„urbane Pilzzucht“
 

Datum der Veranstaltung: 28.04.2021
Uhrzeit: 17 – 19 Uhr
Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos

Anmeldung: E-Mail an julia.krayer@umsicht.fraunhofer.de
mit dem Betreff “urbane Pilzzucht”

Themen

#urbanfarming #urbangardening #pilzzucht #pilze #dortmund #homegrown #workshop #stadtgarten #ecofriendly #urbanelebensmittelproduktion #urbaneproduktion  

 

Halb Kneipe, halb Café, das ist unser Knafé. Egal ob ihr lieber Kaffee, Kakao oder ein Bierchen trinkt, hier wollen wir (virtuell) zusammensitzen und uns über Themen auszutauschen, die wir als Makerspace in die Dortmunder Community einbringen können. Los geht’s am 28.04. mit einem digitalen Knaféabend zum Thema urbane Pilzzucht. Immer wieder bekommen wir von euch das Feedback, dass Speisepilzzucht in der Stadt ein Thema ist, das euch interessiert und begeistert. Darum wollen wir uns gemeinsam anhand von zwei realen Beispielen anschauen wie so eine Speisepilzzucht aussehen kann. Unser Stammgast Uwe gibt euch dann einen Einblick in seine Erfahrungen und Überlegungen zur Speisepilzzucht in Dortmund. Anschließend möchten wir gemeinsam mit euch darüber sprechen wie eine urbane Pilzzucht in Dortmund aussehen kann, Fragen sammeln und versuchen sie gemeinsam zu beantworten.

 

Kasseler Bunkerpilze

Katrin Becker und Johanna Quendt haben sich die Fragen gestellt wie man mitten in der Stadt, ohne auf große Flächen angewiesen zu sein, Lebensmittel anbauen kann und wie in der Stadt anfallende Ressourcen dafür genutzt werden können. Auf der Suche nach Antworten sind sie auf den Pilzanbau gestoßen. 2019 haben sie dann gemeinsam die „Kasseler Bunkerpilze“ gegründet. Mit Lastenrad und Straßenbahn wird in den Cafés der Stand Kaffee gesammelt, der zu Pilzsubstrat weiterverarbeitet wird. Nach vier bis sechs Wochen wachsen daraus verschieden Seitlingsarten, die tagfrisch und ohne lange Transportwege ganz lokal an die Kasseler Bürger*innen verkauft werden. Der Beginn der „Kasseler Bunkerpilze“ wurde durch das „Hessen-Ideen-Stipendium“ ermöglicht und die Weiterfinanzierung durch ein Crowdfunding gesichert. Heute ernten sie pro Woche 10-15kg Speisepilze, geben Workshops zum Pilzanbau und sind neugierig darauf wie urbane Lebensmittelproduktion noch weitergedacht werden kann.

 

Waldviertler Pilzgarten

Seit 35 Jahren besteht der Waldviertler Pilzgarten in Mistelbach, einer kleinen Ortschaft in Niederösterreich. Der Familienbetrieb züchtet eine Vielzahl an Speisepilzen und leistet damit seinen Beitrag zum Erhalt von anbauwürdigen Pilzen. Dem Pilzgarten liegt das Anliegen zugrunde, Pilze als ergänzendes Element im Garten zu etablieren und so eine fast ganzjährige Eigenversorgung an schmackhaften Pilzen zu gewährleisten. Zudem freut sich das Team des Waldviertler Pilzgartens darüber sein Wissen über Pilze mit interessierten und faszinierten Menschen zu teilen.

Uwe Heuer

Uwe kam im Rahmen eines Pilzzucht-Workshops 2015 in der Dezentrale das erste Mal mit Pilzzucht in Kontakt. Seitdem hat er sich vom Laien zu unserem Speisepilzprofi hochgearbeitet. Heute gibt er selbst Pilzzuchtworkshops, tauscht im privaten Netzwerk frische Pilze gegen frische Früchte und kennt Dortmund wie seine Westentasche. Uwe weiß Bescheid, darüber wo es Kaffeesatz gibt, welche Bunker und leerstehenden Gebäude wo versteckt sind und wo sich die nächste Gelegenheit für eine Dortmunder Pilzzucht auftun könnte.

 

Die Veranstaltung wird durch das Projekt „nordwärts“ gefördert.