Makerfaire Ruhr

Makerfaire Ruhr

Wie einige von euch sicherlich bei Instagram (dezentrale_dortmund) verfolgt haben, waren wir auch dieses Jahr auf der Makerfaire Ruhr in der DASA. Viele verschiedenste Maker, Künstler und Entwickler und Tüftler zeigten vor Ort ihre Ergebnisse. Hier und dort fuhr auch mal ein Roboter vorbei.
Auch die Dezentrale hatte einiges zu zeigen. Uwe hat diesmal an zwei Tagen Pilzzuchtworkshops gegeben und einige glückliche Besucher mit ihren eigenen Starterpacks nach Hause geschickt. Mit dabei waren auch Chris und Norman von Die Materialisten, die den Farmbot präsentiert haben, der auf Innovative Citizen 2017 im Workshop entstanden ist. Die Idee von der Sonnenliege aus dem Roboter bei der Gartenarbeit zuzuschauen hat einige von euch begeistert.

Ganz besonders spannend waren aber die Projekte von euch lieben Besuchern, die wir ausstellen durften! Es gibt viele Menschen mit unzähligen Ideen im Kopf und ein paar davon haben sich in der Vergangenheit zu uns in die Dezentrale verirrt. Genau diese Projekte haben wir auf der Makerfaire ausgestellt und konnten so den ein oder anderen Besucher motivieren, bald die eigenen Ideen umzusetzen. Wer demnächst bei uns vorbeischaut und was dabei so alles entsteht, das werden wir euch natürlich berichten! Schaut also regelmäßig auf Facebook, der Homepage oder bei Instagram (dezentrale_dortmund) vorbei. Vielleicht habt auch ihr ein Projekt im Kopf, bei dem wir euch helfen können? Lasst es uns wissen!


Foto: Elena Blazquez


Foto: Julia Krayer


Foto: Elena Blazquez


Foto: Elena Blazquez


Foto: Christopher Zehn

Materialentwicklung aus biologischen Abfällen

Materialentwicklung aus biologischen Abfällen

Gastbeitrag von Elena Blazquez

Im Rahmen meiner Bachelorarbeit an der Folkwang Universität der Künste hatte ich die Möglichkeit, die Dezentrale als Arbeitsplatz zu nutzen. Thema meiner Arbeit war die Materialentwicklung aus biologischen Abfällen, welche zukünftig zu einer verwertbaren Ressource werden sollen. In der heutigen Zeit, die von Wegwerfartikeln und daraus entstehenden Plastikstrudeln in den Ozeanen geprägt wird, ist es meiner Meinung nach unerlässlich, vorhandene (Abfall-)Ressourcen zu nutzen und Produktkreisläufe geschlossen zu halten.

Abfall organischer Herkunft bringt bereits wichtige Eigenschaften für eine Strukturbildung mit, er besteht unter anderem aus den Stoffen Cellulose, Lignin, Stärke oder Kalk.

Der Fokus des Projektes lag vorerst auf dem Herstellungsprozess des Materials:

das Vorsortieren, Reinigen und Zerkleinern der Abfälle und vor allem das Kreieren der richtigen Rezeptur. Neben den zerkleinerten Obst- und Gemüseabfällen und den pulverisierten Eierschalen sind weitere Inhaltsstoffe wie Glycerin, Essig und Speisestärke, die zur Bindung des Materials beitragen, verwendet worden. Faktoren wie Hitze und Krafteinwirkung haben ebenfalls Einfluss auf die Beschaffenheit des Materials. In dem Wärmeschrank der Dezentrale konnte ich das Material schließlich mehrere Tage trocknen.

Das Projekt umfasst eine Materialstudie und eine Produktlösung. Entstanden ist am Ende der Arbeit ein multifunktionales Einweggeschirr. Nach Gebrauch kann dieses als Pflanztopf verwertet werden und wird dadurch Teil des biologischen Kreislaufes. Das Material besteht ausschließlich aus natürlichen Grundstoffen und ist demnach biologisch abbaubar.

Die Dezentrale hat mir während der Experimentier- und Entwicklungsphase nicht nur die nötigen Geräte und einen Raum zum Arbeiten geboten, sondern auch einen ständigen Austausch mit netten Menschen, die mir viel Input und Ideen gegeben haben.

Fotos von: Paula Hildebrand, Elena Blazquez

Liebe Freunde, Liebe Gäste,

wir bauen zur Zeit die Dezentrale um, daher sind wir den Januar über geschlossen. Nutzt die Zeit und überlegt euch spannende Projekte, die ihr mit uns umsetzen wollt. Wir freuen uns auf euch! In dringenden Fällen schreibt eine Email an Julia: julia.krayer@umsicht.fraunhofer.de

Science Bus

Science Bus

Der Science-Bus in Dortmund

Ende August hat der Science-Bus einen kurzen Zwischenstopp im Uniongewerbehof in Dortmund eingelegt. Er war auf der Rückreise nach Amsterdam, wo nun das nächste Fahrer-Team die Reise durch Europa fortsetzt. Doch was ist dieser Science-Bus überhaupt und warum fährt er durch ganz Europa?

Dahinter steckt ein EU-gefördertes Projekt in Kooperation mit verschiedensten Organisationen, Universitäten, Museen, Firmen, etc. Darunter auch die Waag Society, bei denen wir im Juli zu Besuch waren. Dort kam auch der Kontakt zur Organisation vom Science Bus zustande. Dieser ist Teil des EU-Projektes “doing it together science”  und ist von Juli bis November 2017 in vielen europäischen Ländern unterwegs. Auf der Tour gibt es unterschiedlichen Fahrer-Teams, die dann vor Ort Workshops für Groß und Klein anbieten. In Dortmund waren Aoibhéann Bird und Philip Smyth in dem Wohnmobil unterwegs. Ein erstes Highlight war das Ausräumen der Workshop-Utensilien, die in bewehrter Tetris-Manier in dem kleinen Bus verstaut waren. Zwar haben sich nur ein paar wenige Leute in den Uniongewerbehof verirrt, dennoch war es ein sehr informativer, lustiger und sonniger Nachmittag!

Im ersten Workshop haben wir unsere eigene Sonnencreme hergestellt. Hierfür haben wir nur Zinkoxid, als schützende Komponente, und Kokosfett, Mandelöl und Bienenwachs verwendet. Einmal alles zusammen aufkochen und schon erhält man eine weiße Creme. Ob diese auch wirklich vor Sonneneinstrahlung schützt, konnten wir direkt mit UV-sensitivem Papier testen und mit einer gekauften Sonnencreme (LSF30) vergleichen. Tatsächlich waren unsere Sonnencremes mindestens gleichwertig, teilweise sogar besser, und das Beste ist: wir wissen genau was drin ist. Günstiger ist es zudem auch!

Der zweite Workshop widmete sich der Seifenherstellung: hier konnten wir ebenfalls Bienenwachs und Kokosfett aus dem Workshop davor verwenden, hinzu kamen Sheabutter und Sonnenblumenöl und als reinigende Komponente gelöstest Natriumhydroxid. Letzteres ist nicht ganz ungefährlich, aber mit einfacher Schutzkleidung auch Zuhause ganz leicht durchzuführen!

Die genauen Anleitungen gibt es entweder online oder schon ausgedruckt bei uns in der Dezentrale (Richardstraße 18, Dortmund). Der Science-Bus bietet natürlich nicht nur diese beiden Workshops an: online findet ihr zusätzlich noch Anleitungen zur Herstellung von Joghurt, einem pH-Meter oder sogar einem Handyladegerät!

Wir haben den Nachmittag auf jeden Fall genossen und konnten bei dem fantastischen Wetter auch direkt unsere selbstgemachte Sonnencreme testen.

Vielen Dank an dieser Stelle an Aoibhéann und Phil für die tollen Workshops und der Waag Society für die Organisation!

 

P.S.: Auf der Science-Bus-Tour werden immer wieder kleine Videos gedreht und sind bei Youtube zu sehen.

 

 

 

 

Energiecafé #2 Bürgerenergierat

Energiecafé #2 Bürgerenergierat

Wer bestimmt eigentlich über die Energieversorgung in der Stadt?

Dieser Frage stellen wir uns gemeinsam mit euch und wollen heraus finden, wie wir als Bürger Teil dieser Entscheidung werden können. Am 28.9. findet in der Dezentrale das zweite Energiecafé zum Thema Bürgerenergierat statt. Drei Impulsvorträge sorgen für den nötigen Input, damit anschließend gemeinsam diskutiert werden kann. Für das leibliche Wohl ist gesorgt.

Weitere Infos findet ihr unter elab-buergerlabor.de/